Reset Story

Das Ende der Scheinwelt: Warum ich bei Null anfange.

Von Björn Ludwiczak • 15. Jan 2026 • Lesezeit: 6 Min

„Fake it till you make it.“ Das ist wahrscheinlich der giftigste Satz, den die Social-Media-Welt je hervorgebracht hat. „Tu so als ob, bis du es geschafft hast.“

Ich habe diesen Satz nicht nur geglaubt. Ich habe ihn gelebt. Jeden Tag.

Ich bin morgens aufgestanden und habe mir die Maske des „motivierten Unternehmers“ aufgesetzt, noch bevor ich Zähne geputzt habe. Ich habe Posts über finanzielle Freiheit, grenzenlose Energie und das perfekte Mindset erstellt, während ich innerlich ausgebrannt war und mein eigenes Leben wie ein Kartenhaus wackelte.

„Dieser Satz hat mich nicht erfolgreich gemacht. Er hat mich fast ruiniert.“

In diesem Artikel – und in meiner allerersten Video-Podcast-Folge – reiße ich diese Fassade ein. Ich nehme dich mit hinter die glänzenden Kulissen eines scheinbaren „Online-Business“ und zeige dir die ungeschönte, dreckige Realität von Schulden, Ängsten und einem radikalen Neuanfang.


Der Rückblick: Wie ich mich verlaufen habe

Um zu verstehen, warum ich jetzt den Reset-Knopf drücke, müssen wir kurz zurückspulen. Bis 2022 war mein Leben „sicher“. Ich war Lokführer. Ein ehrenwerter Job, gutes Geld, klare Strukturen.

Aber ich wollte mehr. Ich wollte Freiheit für meine Familie, für meine Frau Sara und meine Jungs. Ich wollte Zeit. Also traf ich die Entscheidung, auszusteigen und mein Glück im Network Marketing zu suchen.

Nachdenklicher Björn Der Moment, wenn Zweifel lauter werden als Träume.

Die Vision war richtig, aber mein Weg war falsch. Ich ließ mich von den glänzenden Versprechen blenden: Schneller Reichtum, Lamborghinis, Dubai. Ich dachte, um erfolgreich zu sein, muss ich so aussehen, als wäre ich es schon.

Aber die Realität war: Ich habe es einfach nicht geschafft zu verkaufen. Irgendetwas in mir hat massiv blockiert. Tiefe Glaubenssätze redeten mir ein, ich sei nicht gut genug. Die ständige Angst vor Ablehnung lähmte mich. Jedes „Nein“ fühlte sich an wie ein Angriff. Der große Erfolg blieb aus. Doch statt mir das einzugestehen, baute ich die Scheinwelt nur noch höher.

Die Realität: Wenn die Fassade bröckelt

Während ich auf Instagram über „Fülle“ sprach, herrschte auf meinem Konto gähnende Leere. Die Dissonanz zwischen dem Bild im Netz und meinem Leben am Küchentisch wurde unerträglich.

Die Wahrheit hinter den Kulissen

  • Finanz-Crash: Wir stocken aktuell mit Bürgergeld auf. Überlebenskampf statt Freiheit.
  • Immobil: Unser Auto ist abgemeldet, kein Geld für TÜV.
  • Wohnungslos in Spe: Kündigung bis Juli 2026. Die Uhr tickt.

Die Entscheidung: Triage statt Träumerei

Ich hatte zwei Möglichkeiten: Weiterlügen, bis alles zusammenbricht – oder die Reißleine ziehen. Ich habe mich für die Wahrheit entschieden.

Dieser Artikel und der neue Podcast sind mein Befreiungsschlag. Die Maske ist weg. Ich muss niemandem mehr etwas vorspielen. Aber Ehrlichkeit allein bezahlt keine Rechnungen. Deshalb habe ich eine strategische Entscheidung getroffen:

„Ich suche mir einen Teilzeitjob. Egal was. Er ist kein Scheitern. Er ist mein Investor.“

Lager, Einzelhandel, Regale einräumen. Dieser Job ist das Fundament, das meine Miete bezahlt und mir die mentale Freiheit zurückkauft, die ich brauche, um nachts wieder schlafen zu können.

Neustart Blick nach vorne: 2026 wird echt.

Die Zukunft: Zwei Welten, eine Wahrheit

Ich habe gelernt, dass ich nicht nur der „Kämpfer“ sein kann. Wenn ich nur im Problemlöse-Modus bin, gehe ich kaputt. Ich brauche Balance. Ich bin auch „Luddi“ – der Gamer, der Nerd, der Typ, der gerne lacht.

Deshalb gibt es ab jetzt zwei Bereiche:

1. Wachstum mit Björn (Der Ernst): Hier dokumentiere ich den harten Weg zurück. Schuldenabbau, innere Heilung (Stichwort: Inneres Kind) und Gesundheit. Keine Theorie, nur Praxis.

2. Luddi’s World (Der Spaß): Das ist meine Lobby. Hier wird gezockt, gestreamt und reagiert. Hier schalten wir den Kopf aus und tanken Energie.


Das Jahr 2026 wird das Jahr der Wahrheit. Ich lade dich ein, diesen Weg mitzugehen. Nicht, weil ich der Guru bin, der schon oben steht. Sondern weil ich der Typ bin, der gerade aufsteht – und dich vielleicht inspiriert, es auch zu tun.

Die Scheinwelt ist vorbei. Willkommen in der Realität.
Dein Björn.

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